Das biologische Lebensende, wie man es feststellt

Das biologische Lebensende, wie man es feststellt

Heute: Das Ende der Gehirntätigkeit ist der Zeitpunkt des Todes.

Neuzeit bis ca. 1970: Stillstand der Atmung und des Herzschlags zeigten den Tod an.

Laut Hippokrates: Leichenflecke und Totenstarre waren sicheres Zeichen für den Tod eines Menschen.

Wenn der Mensch gestorben ist, kann man die Herztätigkeit apparativ ersetzen und die Atemluft von außerhalb des Körpers maschinell in die Lungen leiten. Dadurch wird der Leichnam vor dem Verfall bewahrt. Die Gehirnzellen arbeiten aber nicht mehr. Den Ausfall von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm nennt man Hirntod. Er ist nach medizinischem Erkenntnisstand ein sicheres Todeszeichen. Die leibliche, seelische, körperliche, geistige und physische Lebenseinheit hat unwiederbringlich ihr Ende gefunden. Außer durch Herzstillstand kann der Hirntod auch durch Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma oder Hirntumor eintreten.

Der Hirntod wird bei Organspendern von mindestens zwei Ärzten mittels von einander unabhängigen Untersuchungen festgestellt. Sie sind dabei an die Richtlinien der Bundesärztekammer gebunden. Zwingend vorgeschrieben ist es, zu ermitteln, welche Ursachen zum Hirntod führten. Außerdem sind körperliche Untersuchungen vorgeschrieben, und das mehrmals in definierten Zeitabständen. Für die verschiedenen Hirnareale muss der Nachweis einer unumkehrbaren Schädigung erbracht werden.

Transplantationsgegner sagen: „Der Hirntod ist kein Todeszeichen.“ Sie geben wohl zu, dass beim Hirntod alle Hirnfunktionen unwiderruflich ausfallen. Sie vermuten aber, dass der Betreffende vielleicht noch nicht tot sei. Diese Annahme wird jedoch von der Mehrheit der Mediziner verworfen und auch die Kirchen sind vom Lebensende beim Hirntod überzeugt.

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